Das Phantom der Oper – ein Weltstar unter den Musicals

Das Phantom der Oper – ein Weltstar unter den Musicals

Für das Musical Das Phantom der Oper steht das Buch des Franzosen Gaston Leroux aus dem Jahre 1911 Pate. Die musikalische Umsetzung fand unter der Leitung des britischen Komponisten Lord Andrew Lloyd Webber und dem britischen Musiker und Texter Richard Stilgoe statt. Die deutschen Texte stammen von dem bekannten deutschen Librettisten Michael Kunze. Das Phantom der Oper gehört seit seiner Uraufführung 1986 zu einem der populärsten Musicals weltweit. 

Der Engel der Lieder
Die Handlung setzt ein bei einer Auktion in Paris im Jahr 1905. Der 70-jährige Raoul ersteigert eine Spieluhr in der Form einer Drehorgel, mit einem kleinen Zimbel schlagenden Äffchen. Während er darüber nachdenkt, dass ihm seine einstige Liebe Christine von dieser Spieluhr erzählt habe, wird der ehemals unter ominösen Umständen zerbrochene Kronleuchter aus der Zuschauerraum der Oper als nächstes Objekt zur Versteigerung angekündigt. Nun wird er repariert hell strahlend unter einer laut aufspielenden Ouvertüre ruckartig vom Boden der Bühne hinauf zur Decke über dem tatsächlichen Zuschauerraum gezogen. Mit ihm kehrt man zurück ins Jahr 1871 und befindet sich mitten in den Proben zur Oper „Hannibal“ und den dort stattfindenden Intrigen und Ränken. Der Star der Oper Carlotta weigert sich nach einem Einsturz der Kulissen aufzutreten. An ihrer Stelle singt das Chormädchen Christine in der Galavorstellung. Nach dem erfolgreichen Auftritt geht Christine in ihre Garderobe und hört dort die Stimme des Phantoms, welches sie Engel der Lieder nennt. Der ihr gefolgten Meg Giry erklärt Christine, dass sie von diesem das Singen gelernt habe. Dann stellt sich der erste Verehrer Christines ein: Raoul hatte sie noch während des Auftritts als Bekannte aus Kindheitstagen ausgemacht und gratuliert ihr zum Erfolg. Das eifersüchtige Phantom beobachtet jedoch die Offenbarung von Raouls Zuneigung zu Christine. 

Das Phantom der Oper
Es offenbart sich Christine im Anschluss wütend als Phantom der Oper und entführt sie ins Kellergewölbe der Oper. Dort singt es zunächst von der besonderen Kraft der Musik und seiner Liebe zu ihr, bis er ihr schließlich eine Nachbildung von Christine im Brautkleid zeigt. Christine verliert das Bewusstsein und erwacht erst nach einiger Zeit wieder. In ihr Blickfeld gerät die Spieluhr in Drehorgelform und schließlich hört sie das Phantom an seiner Orgel komponieren. Sie schleicht sich vorsichtig an es heran und reißt ihm schließlich die Maske vom Gesicht, so dass sie alleine sein wahres Gesicht sehen kann. Das Phantom tobt vor Zorn, Trauer und Unsicherheit. Christine reagiert auf diesen Ausbruch mit Mitgefühl und wird schließlich vom Phantom in ihre Garderobe zurückgebracht. Danach überschlagen sich die Ereignisse. Das Phantom versucht massiv in das Geschehen der Oper einzugreifen und seine Christine mit allen Mitteln auf die Bühne zu bringen. Werden seine Forderungen nicht erfüllt, können andere Sängerinnen nicht mehr singen, besonders Widerspenstige werden ermordet und der Kronleuchter zerbricht. Christine fürchtet sich jedoch mehr und mehr vor der Aggression des Phantoms und liebt Raoul, der sie verzweifelt versucht vor dem übermächtig scheinenden Phantom zu beschützen …